Das Lehrlings-Lexikon

Abmahnung

Eine Kündigung des Ausbildungsvertrages wegen schlechter Leistungen oder sonstiger Pflichtverletzungen kommt nur dann in Frage, wenn der Ausbilder den Auszubildenden vorher abgemahnt hat. Er muß den ausdrücklich darauf hinweisen, daß ein bestimmtes Fehlverhalten Folgen haben wird, wenn der Auszubildende sein Verhalten nicht ändert. Eine solche Abmahnung wird normalerweise in die Personalakte eingetragen. Wichtig: Stellt sich im nachhinein heraus, daß ein Auszubildender zu Unrecht abgemahnt worden ist, kann er die Entfernung der Abmahnung aus der Akte verlangen. Auch wenn der Auszubildende sich über einen längeren Zeitraum wieder tadellos verhalten hat, kann er die Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte verlangen.

Arbeitspapiere

Endlich hat´s geklappt: Den Ausbildungsvertrag in der Tasche soll mit der Wunschausbildung begonnen werden. Aber: Bevor´s losgeht, müssen dem Arbeitgeber noch die Arbeitspapiere vorgelegt werden. Das sind vor allem die Lohnsteuerkarte und das Sozialversicherungsheft. Wichtig für Jugendliche ist allerdings auch ein Gesundheitszeugnis und bei ausländischen Auszubildenden die Arbeitserlaubnis. Die Sozialversicherungen stellen seit einiger Zeit Sozialversicherungsausweise aus, die der Auszubildende in bestimmten Berufen immer mit dabei haben muß. Das Gesundheitszeugnis gibt es übrigens beim zuständigen Gesundheitsamt, die Steuerkarte bei der Meldebehörde, die auch für alle Änderungen zuständig ist und die Anmeldung beim zuständigen Versicherungsträger übernimmt normalerweise der Ausbildungsbetrieb.

Ausbildungsvertrag

Dieser Vertrag ist die Grundlage für die gesamte Ausbildung. Betrieb und Auszubildender schließen ihn vor Ausbildungsbeginn ab, er wird gültig, wenn beide unterschrieben haben. Wichtig: Noch nicht Volljährige müssen auf jeden Fall das O.K. der Eltern oder des Vormund haben. Der Vertrag muß auf jeden Fall den Beginn, die Dauer, die Art und das Ziel der Ausbildung regeln. Die Dauer der Ausbildung richtet sich nach dem Beruf und beträgt im Normalfall drei Jahre. Sie kann verkürzt werden, wenn z. B. vorher ein Berufsbildungsjahr oder eine Berufsfachschule absolviert wurde und verlängert, wenn die Prüfung beim ersten Mal nicht bestanden wurde. Auch die Dauer der Probezeit muß im Vertrag festgelegt werden: Während dieser Zeit dürfen der Unternehmer und der Jugendliche jederzeit kündigen, ohne einen Grund angeben zu müssen. Die Probezeit muß mindestens einen und darf höchstens drei Monate betragen. Rein in den Vertrag gehört übrigens auch die Höhe der Ausbildungsvergütung - sie wird in vielen Fällen allerdings nicht individuell ausgehandelt, sondern ist meistens in den jeweils geltenden Tarifverträgen geregelt. Das gleiche gilt im Normalfall auch für die Anzahl der Urlaubstage und die tägliche Arbeitszeit.

Bewerbung

Zur richtigen Ausbildungsstelle führen viele Wege: Ganz klassisch natürlich der Weg über die Zeitung. Die meisten regionalen Betriebe suchen nach wie vor auf diesem Wege ihre Auszubildenden. Immer ein guter Weg - gerade bei kleineren Betrieben - ist die Initiativ - Bewerbung. Auch ohne Stellenanzeige kann man sich natürlich einen Wunschbetrieb aussuchen, die Bewerbung losschicken und warten was kommt- nicht selten hat man mit dieser Art der Ausbildungsplatzsuche Erfolg. Wer überhaupt keinen Ausbildungsbetrieb findet, kann sich natürlich auch an das Arbeitsamt wenden. Dort werden jede Menge Lehrstellen angeboten - einfach beim zuständigen Sachbearbeiter reinschauen und sich beraten lassen. Eine weitere Möglichkeit: Einfach ´mal ein Praktikum im Wunschbetrieb machen! So kann man in zwei bis vier Wochen schon mal feststellen, ob die Ausbildung tatsächlich gefällt und ein weiterer Vorteil: Der zukünftige Ausbilder weiß, wen er sich für die nächsten drei Jahre in den Betrieb holt. Und dann ist da ja immer noch das Internet: Hier werden Stellen ohne Ende angeboten. Der Vorteil: Auf tausende von Stellen kommen weniger Bewerber als zum Beispiel bei Zeitungsanzeigen - die Chancen sind also wesentlich besser!

Auf jede Ausbildungsstelle kommen im Durchschnitt zwei Bewerber - bei besonders begehrten Jobs können es allerdings auch schon mal ein Dutzend sein. Um so wichtiger ist natürlich die schriftliche Bewerbung als die Vistienkarte des zukünftigen Auszubildenden. Ohne größtmögliche Sorgfalt läuft bei der schriftlichen Bewerbung nichts: In das Schreiben an den Ausbilder gehört auf jeden Fall eine vernünftige Begründung, warum man gerade sich selbst für den geeigneten Auszubildenden hält. Außerdem wichtig: Ein tabellarischer Lebenslauf mit einer möglichst präzisen und ansprechenden Darstellung des bisherigen Lebenslaufes. Die bisherige Schulausbildung sollte ebenso aufgeführt und durch entsprechende Unterlagen belegt werden wie Praktika und Jobs. Nicht zu vergessen natürlich: Ein Foto gehört zu den Bewerbungsunterlagen. Unser Tip: Ein ansprechender Lebenslauf ist ein absolutes Muß für jede Bewerbung, aber: Über den bisherigen Lebenslauf muß schon wahrheitsgemäß berichtet werden. Also: Keine Jobs dazudichten und keine Praktika erfinden - wenn´s rauskommt, kann der Ausbildungsplatz weg sein! Ganz wichtig auch: Wird ein handgeschriebener Lebenslauf verlangt, sollte man den nicht von jemand anderem schreiben lassen. Auch in diesem Fall kann ein kleiner Schwindel den Ausbildungsplatz kosten.

Allgemeine Infos Allgemeine Infos zum Bewerbungsschreiben


Auf weißem DIN-A4-Blatt von den Blattkanten

oben, unten und rechts einen Abstand von 2 cm, links 2,5 cm   

                   e i n h a l t e n !!!


Linksbündig, mit einzeiligem Abstand (bei der Schreibmaschine in der 5. Zeile) mit den Absenderangaben in einer 11-Punkt-großen-Schrifttype beginnen. Die Absenderangaben enthalten Vor- und Zuname, die vollständige Anschrift sowie die Telefonnummer mit Vorwahl. Nummern werden von hinten beginnend nach zwei Zahlen durch ein Leerzeichen getrennt. In der ersten Zeile rechtsbündig Absendeort und Datum (ohne Artikel "den" davor), durch ein Komma getrennt,angeben.
Mögliche Schreibweisen für das Datum findet man im Duden. Am besten eignet sich bei einem Bewerbungsschreiben folgende Schreibweise: 10. März 1998

Das Anschriftenfeld beginnt etwa 5,5 cm vom oberen Blattrand entfernt (gegebenenfalls hier zuerst noch Informationen über die Versendungsart einfügen). In den nachfolgenden Zeilen stehen der Firmenname (ohne "An"), darunter "Personalabteilung" (gegebenenfalls mit Kennzifferangaben), darunter - falls angegeben - der Titel (abgekürzt) und der Name des Ansprechpartners (ohne "zu Händen" oder "z. Hd.", nur "Frau Voss" oder "Herr Voss"), Straße mit Hausnummer und - nach einer Leerzeile - Postleitzahl und Ort.

4 Zeilen unterhalb der Adresse steht der Betreff. Das Wort "Betreff" wird nicht mehr geschrieben. Geben Sie hier stets die Quelle an, in der Sie das Stellenangebot gesehen haben, bei z.B.: "Ihre Stellenanzeige 'Softwareentwickler/in' am 1. April 1998 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung . Wurde eine Kennziffer angegeben, sollte man sie (nach einen Komma oder Gedankenstrich) in jedem Fall angeben.

Zwei Leerzeilen unterhalb des Betreffs folgt die Anrede. Entweder wird die Kontaktperson persönlich angesprochen (Sehr geehrte Frau Voss, Sehr geehrter Herr Voss) oder, falls diese nicht bekannt ist: "Sehr geehrte Damen und Herren,".

Die Grußformel "Mit freundlichen Grüßen" ist ebenfalls durch eine Leerzeile vom Text getrennt. Links darunter handschriftlich die Unterschrift mit Vor- und Zunamen schreiben.

Sämtliche Anlagen werden unter oder - falls wenig Platz vorhanden ist - neben der Überschrift "Anlagen:" aufgezählt (z. B.: Lichtbild, Lebenslauf, Diplom, (Anzahl) Zeugniskopien, (Anzahl) Zertifikate). Falls das Anschreiben eine zweite Seite erfordert, auf der ersten Seite unten rechts auf die Nachfolgeseite verweisen "- 2 -" und die zweite Seite in der Mitte mit "2" kennzeichnen.

Krankheit

Wer während seiner Ausbildung krank wird, muß dem Ausbilder so schnell wie möglich eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Spätestens nach dem dritten Tag muß diese Bescheinigung beim Ausbilder sein, ansonsten kann der Auszubildende abgemahnt werden. Wichtig: Bei Auszubildenden, die häufiger nur einen Tag krank sind oder immer am Freitag und Montag fehlen, kann die Krankenkasse eine gutachterliche Stellungnahme zur Krankheit einholen. Während der Krankheit wird die Ausbildungsvergütung zunächst einmal weitergezahlt, in den meisten Tarifverträgen ist auch eine hundert prozentige Fortzahlung festgelegt. Erst nach sechs Wochen ist der Ausbilder nicht mehr zur Fortzahlung verpflichtet, an die Stelle der Ausbildungsvergütung tritt dann das Krankengeld. Es beträgt ca. zwei Drittel der durchschnittlichen Vergütung und wird bis zu 18 Monaten gezahlt.

Kündigung

Neben den für Auszubildende normalerweise nicht relevanten betrieblich bedingten Kündigungen gibt es auch die verhaltensbedingten. Ein häufiger Grund für einen solchen Rausschmiß sind immer wieder verspätete Krankmeldungen. Und Vorsicht: Auch wenn die Ausbildungsvergütung dürftig ist - wer krankgeschrieben ist und nebenbei jobbt, ist seine Ausbildungsstelle ohne Abmahnung normalerweise los. Und es gibt auch jede Menge andere Fälle, in denen die Ausbildung von heute auf morgen vorbei ist: Wer zum Beispiel gefälschte Zeugnisse vorgelegt hat, macht sich nicht nur strafbar, sondern kann auch gleich seine Sachen packen. Und auch Kollegenhilfe der besonderen Art kann zum sofortigen Rausschmiß führen: Wer nämlich an der Stechuhr für abwesende Kollegen mitstempelt, fliegt normalerweise sofort. Wer aber in anderen Fällen meint, daß die Kündigung nicht berechtigt ist, sollte sofort den Betriebsrat einschalten und sich einen Anwalt suchen.

Lohnnebenkosten

Mit den Lohnnebenkosten hat der Auszubildende eigentlich nichts zu tun: Er muß sich um nichts kümmern, der Betrieb behält sie nämlich einfach ein - aber diese Kosten fressen einen erheblichen Teil der Ausbildungsvergütung auf. Ausbilder und Auszubildender müssen zusammen nämlich knapp 20 Prozent der Vergütung für die Rentenbeiträge locker machen, zwischen 10 und 12 Prozent für die Krankenversicherung und noch einmal fast 3 Prozent für die Arbeitslosenversicherung. Und das ist noch nicht alles: Denn neben den Sozialabgaben müssen natürlich auch Steuern bezahlt werden. Einziges Trostpflaster: Wer als Auszubildender wie die meisten weniger als 13000 Mark verdient, liegt unter dem Existenzminimum und bleibt deswegen lohnsteuerfrei.

Rechtsschutz

Streß am Ausbildungsplatz kann nicht immer gütlich beigelegt werden und immer häufiger versuchen auch Auszubildende ihr Recht vor Gericht durchzusetzen. Mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht kann man entweder versuchen, bei einer ungerechtfertigten Kündigung wieder eingestellt zu werden oder aber zumindest noch für einige Zeit die Ausbildungsvergütung weiter gezahlt zu bekommen. Aber Vorsicht: Obwohl sich vor dem Arbeitsgericht jeder selbst vertreten kann, ist ein Anwalt trotzdem häufig erforderlich. Und in der ersten Instanz muß jede Partei vor Gericht ihren Rechtsanwalt selber bezahlen - egal ob der Prozeß gewonnen oder verloren wurde. Unser Tip: Niemand muß allerdings auf den Gang zum Gericht verzichten - Auszubildende verdienen häufig nämlich so wenig Geld, daß ihnen Prozeßkostenhilfe gewährt wird, mit deren Hilfe der Anwalt vom Staat bezahlt wird. Wichtiger Tip übrigens auch für alle Gewerkschaftsmitglieder: Die meisten Gewerkschaften bieten ihren Mitgliedern kostenlosen Rechtsschutz an - der reicht von der beratung bis zur Vertretung vor Gericht - und das häufig für ein paar Mark Jahresbeitrag.

Steuern und Freibeträge

Auch in der Ausbildung kommt man am Finanzamt natürlich nicht vorbei. Einziger Trost: Wer am Jahresende weniger als 13000 Mark zu versteuern hat, liegt unter dem Existenzminimum und muß deswegen keinen Pfennig Steuern bezahlen. Und hier werden natürlich die Werbungskosten, die Vorsorgebeiträge und die Sonderausgaben mitberücksichtigt - selbst bei einem Jahresverdienst von 15000 Mark müssen so keine Steuern bezahlt werden. Aber wer mehr als 12000 Mark im Jahr verdient, sollte aufpassen: Es können dann nämlich viele Vergünstigungen wegfallen, wie zum Beispiel Kindergeld, Kinderfreibeträge oder das Baukindergeld. Selbst wenn Auszubildende im Laufe der Lehre kaum mehr als 500 Mark monatlich verdienen, kann der Ausbildungsfreibetrag für die Eltern verloren gehen. Der beträgt der Freibetrag immerhin 4200 Mark, aber das Finanzamt rechnet ab 3600 Mark jeden Pfennig an, den die Auszubildenden verdienen! Das heißt im Klartext: Ab 460 Mark Vergütung fällt der Ausbildungsfreibetrag Stück für Stück weg.

Tarifvertrag

Der Tarifvertrag regelt normalerweise alle wichtigen Fragen zwischen Ausbildern und Auszubildenden - zum Beispiel die Höhe der Vergütung, die Arbeitszeit oder die Anzahl der Urlaubstage. Tarifverträge werden meistens für einige Jahre abgeschlossen und gelten bis zum Ablauf dieser Zeit oder - in vielen Fällen - bis zur Kündigung durch die Arbeitgeberverbände oder die Gewerkschaften. Unser Tip: Bereits vor dem Einstellungsgespräch informieren, ob für die gewünschte Lehrstelle eine tarifvertragliche Regelung gilt und auf jeden Fall einen Blick in den Vertrag werfen. Nur so kann man feststellen, ob die Bestimmungen des Vertrages auch bei der eigenen Lehrstelle eingehalten werden. Aber auch wenn der Chef nichts vom Tarifvertrag wissen will: In vielen Berufen werden Tarifverträge als allgemeinverbindlich erklärt - das heißt: Der Tarifvertrag gilt für alle Ausbildungsplätze auch dann, wenn der Ausbilder oder der Lehrling dem Arbeitgeberverband oder der Gewerkschaft nicht angehören.

Urlaub

Jeder Auszubildende hat wie andere Arbeitnehmer auch Anspruch auf Urlaub. Wie viele Tage das im einzelnen sind, ist normalerweise im Tarifvertrag geregelt. Wo eine solche Regelung nicht getroffen ist, gilt für Jugendliche unter 18 Jahren das Jugendarbeitsschutzgesetz, das einen altersabhämgigen Urlaub zwischen 30 Werktagen für 15 jährige und 25 Werktagen für 17 jährige vorsieht. Bei anderen Auszubildenden ohne tarifvertragliche Regelung richtet sich der Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz - das sieht mindestens 24 Werktage Urlaub vor. Während des Urlaubes wird die Ausbildungsvergütung in voller Höhe weitergezahlt, in vielen Betrieben wird darüberhinaus noch ein Urlaubsgeld als Sonderleistung gezahlt. Wichtig übrigens: Wer während seines Urlaubes krankgeschreiben wird, darf die Krankheitstage nach dem Urlaub nachholen und muß sie sich nicht auf den Urlaub anrechnen lassen. Und außerdem daran denken: Der Urlaub muß spätenstens bis zum 31. März des folgenden Jahres genommen werden. Wird das vergessen, verfällt der Urlaubsanspruch, wenn er nicht vorher übertragen oder ausbezahlt wurde.

Vorstellungsgespräch - Unzulässige Fragen

Die Ausbilder wollen natürlich so viel wie möglich über die zukünftigen Auszubildenden rauskriegen. Deswegen wird auch immer wieder versucht, das Letzte aus dem zukünftigen Mitarbeiter rauszukitzeln. Aber nicht alle Fragen sind erlaubt. Nach einer Schwangerschaft darf zum Beispiel nur gefragt werden, wenn es um den Schutz der Bewerberin und des ungeborenen Kindes geht. Zulässig ist die Frage nach einer Schwerbehinderung, und zwar selbst dann, wenn die Behinderung für den Job eigentlich keine Rolle spielt. Häufig gestellt wird auch die Frage nach den Vermögensverhältnissen. Die Frage ist zumindest bei Auszubildenden zulässig, die in einer Bank ausgebildet werden. Fragen nach der Konfession oder einer Partei und Gewerkschaftszugehörigkeit dürfen gestellt werden, wenn es um eine Ausbildungsstelle bei der Kirche, einer Partei oder Gewerkschaft geht. Denn diesen Firmen kann nicht zugemutet werden, konfessions - oder parteifremde Personen auszubilden. Ausbilder wollen natürlich alles über die neuen Lehrlinge erfahren. Immer wieder wird auch nach einer AIDS - Infektion gefragt. Unzulässig ist diese Frage auf jeden Fall bei nicht besonders infektionsgefährdenden Ausbildungsplätzen im Büro oder in einem Laden. Auch der Schutz von Kollegen für nicht zu einem zulässigen Fragerecht, da mittlerweile klar ist, unter welchen Umständen eine Infektionsgefahr gegeben ist. Häufig fragen die Ausbilder natürlich auch nach Vorstrafen und Verkehrsdelikten. Diese Fragen sind allerdings auch nur dann zulässig, wenn die spezielle Ausbildungsstelle dies erfordert. Wer also zum Beispiel eine Lehrstelle als Fahrer und Verkehrsdelikte verschweigt, kann die Ausbildungsstelle schnell wieder verlieren. Wichtig aber: Wer keine Eintragung im Zentralregister in Berlin hat, darf sich als unbestraft bezeichnen!